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PLCC-2 Himmelblau LED Datenblatt - Gehäuse 3,2x2,8x1,9mm - Spannung 2,9V - Leistung 75mW - Technisches Dokument

Technisches Datenblatt für eine himmelblaue PLCC-2 SMD-LED. Merkmale: 355 mcd typ. Leuchtdichte, 120° Abstrahlwinkel, AEC-Q101-Qualifikation und RoHS-Konformität. Entwickelt für Kfz-Innenraumbeleuchtung und Schalteranwendungen.
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PDF-Dokumentendeckel - PLCC-2 Himmelblau LED Datenblatt - Gehäuse 3,2x2,8x1,9mm - Spannung 2,9V - Leistung 75mW - Technisches Dokument

1. Produktübersicht

Dieses Dokument erläutert die Spezifikationen einer hochhellen, himmelblauen LED im PLCC-2 (Plastic Leaded Chip Carrier) Oberflächenmontagegehäuse. Die Bauteile sind für Zuverlässigkeit und Leistung in anspruchsvollen Umgebungen ausgelegt und zeichnen sich durch einen weiten Abstrahlwinkel von 120 Grad sowie eine Qualifikation nach dem AEC-Q101-Standard für Automobilkomponenten aus. Die Hauptanwendungen umfassen Kfz-Innenraumbeleuchtung, Hintergrundbeleuchtung für Schalter und Anzeigen sowie andere allgemeine Beleuchtungszwecke, bei denen konstante Farbe und Helligkeit erforderlich sind.

1.1 Kernvorteile

2. Detaillierte Analyse der technischen Parameter

2.1 Lichttechnische und Farbmerkmale

Die Kernleistung der LED wird durch ihre lichttechnischen und farbmetrischen Parameter definiert, gemessen unter Standardbedingungen (Ts=25°C, IF=10 mA, sofern nicht anders angegeben).

2.2 Elektrische und thermische Parameter

2.3 Absolute Maximalwerte

Diese Werte definieren die Belastungsgrenzen, jenseits derer dauerhafte Schäden auftreten können. Ein Betrieb unter diesen Bedingungen ist nicht garantiert.

3. Analyse der Kennlinien

3.1 Spektrale und Strahlungsverteilung

Das Diagramm der relativen spektralen Verteilung zeigt einen schmalen Peak im blauen Wellenlängenbereich, charakteristisch für eine blaue LED mit Leuchtstoffbeschichtung zur Erzeugung der himmelblauen Farbe. Das typische Diagramm der Strahlungscharakteristik veranschaulicht das lambertähnliche Abstrahlmuster und bestätigt den weiten 120-Grad-Abstrahlwinkel mit gleichmäßigem Intensitätsabfall.

3.2 Flussstrom vs. Flussspannung (I-V-Kennlinie)

Dieses Diagramm zeigt die für eine Diode typische exponentielle Beziehung. Die Kurve ermöglicht es Konstrukteuren, den genauen Spannungsabfall für einen gegebenen Treiberstrom zu bestimmen, was für die Berechnung des Leistungsverbrauchs und die Auswahl geeigneter Treiberkomponenten wesentlich ist.

3.3 Relative Lichtstärke vs. Flussstrom

Die Lichtausgabe steigt überlinear mit dem Strom an, bevor sie bei höheren Strömen möglicherweise sättigt. Diese Kurve ist entscheidend für das Verständnis der Effizienz und für das Pulsweitenmodulations-(PWM)-Dimmdesign, bei dem der mittlere Strom die Helligkeit steuert.

3.4 Temperaturabhängigkeit

Mehrere Diagramme zeigen Leistungsänderungen in Abhängigkeit von der Temperatur:

3.5 Entlastung und Impulsbelastbarkeit

Die Entlastungskurve für den Flussstrom gibt vor, wie der maximal zulässige Dauerstrom reduziert werden muss, wenn die Lötpastentemperatur über 25 °C steigt. Das Diagramm der zulässigen Impulsbelastbarkeit definiert den Spitzenstrom (IF), der für sehr kurze Impulsbreiten (tp) bei verschiedenen Tastverhältnissen erlaubt ist, was für Stroboskop- oder Multiplexanwendungen nützlich ist.

4. Erklärung des Binning-Systems

Um Produktionsschwankungen zu handhaben, werden LEDs basierend auf Schlüsselparametern in Bins sortiert.

4.1 Binning der Lichtstärke

Eine umfassende Binning-Struktur ist mit Codes von L1 bis GA definiert. Jedes Bin gibt einen Minimal- und Maximalbereich für die Lichtstärke (mcd) an. Beispielsweise deckt Bin T1 280 bis 355 mcd ab und Bin T2 355 bis 450 mcd. Das typische Bauteil (355 mcd) fällt an die untere Grenze des T2-Bins. Konstrukteure müssen bei der Bestellung das erforderliche Bin angeben, um Helligkeitskonstanz in ihrer Anwendung sicherzustellen.

4.2 Farb-Binning

Das Datenblatt verweist auf eine \"Standard-Himmelblau-Farb-Binning-Struktur\" (das spezifische CIE-Diagramm ist im bereitgestellten Auszug nicht vollständig detailliert). Typischerweise handelt es sich dabei um einen definierten Bereich im CIE-1931-Farbartdiagramm, in den die (x, y)-Koordinaten der LED fallen müssen. Die enge Toleranz von ±0,005 stellt sicher, dass alle Einheiten innerhalb eines Farb-Bins visuell übereinstimmen.

5. Mechanische und Gehäuseinformationen

5.1 Mechanische Abmessungen

Die LED verwendet ein standardmäßiges PLCC-2-Oberflächenmontagegehäuse. Wichtige Abmessungen (in Millimetern) umfassen typischerweise die Bauteilgröße (z. B. 3,2 mm x 2,8 mm), die Höhe (z. B. 1,9 mm) und den Anschlussabstand. Präzise Maßzeichnungen sind für das Leiterplatten-Footprint-Design unerlässlich.

5.2 Empfohlene Lötpastenlayout

Ein Land Pattern Design wird bereitgestellt, um zuverlässiges Löten und ordnungsgemäße Wärmeableitung zu gewährleisten. Die Befolgung dieser Empfehlung verhindert Tombstoning, Fehlausrichtung und stellt eine starke mechanische und elektrische Verbindung sicher.

5.3 Polaritätskennzeichnung

Das PLCC-2-Gehäuse verfügt über einen eingebauten Polarisationsindikator, üblicherweise eine Kerbe oder eine abgeschrägte Ecke am Gehäuse. Die Kathode (Minuspol) wird typischerweise durch diesen Marker identifiziert. Die korrekte Ausrichtung ist für den Schaltungsbetrieb entscheidend.

6. Löt- und Montagerichtlinien

6.1 Reflow-Lötprofil

Ein detailliertes Temperatur-Zeit-Profil für das Reflow-Löten wird spezifiziert. Wichtige Parameter umfassen:

Die Einhaltung dieses Profils ist entscheidend, um Schäden an der LED oder Beeinträchtigungen ihrer Langzeitzuverlässigkeit zu vermeiden.

6.2 Vorsichtsmaßnahmen für die Verwendung

7. Verpackungs- und Bestellinformationen

7.1 Verpackungsspezifikationen

Die LEDs werden auf Gurt und Rolle für die automatisierte Montage geliefert. Standardmengen pro Rolle (z. B. 2000 oder 4000 Stück) und Gurtabmessungen sind spezifiziert, um mit Standard-Bestückungsgeräten kompatibel zu sein.

7.2 Artikelnummernstruktur

Die Artikelnummer 57-11-SB0100L-AM kodiert spezifische Attribute:

Konsultieren Sie den vollständigen Bestellleitfaden, um die korrekten Bin-Codes für Intensität und Farbe auszuwählen.

8. Anwendungshinweise und Designüberlegungen

8.1 Typische Anwendungsschaltungen

Die grundlegendste Treiberschaltung ist eine Spannungsquelle (VCC) in Reihe mit einem strombegrenzenden Widerstand (RS) und der LED. Der Widerstandswert wird berechnet als: RS= (VCC- VF) / IF. Zum Beispiel, mit einer 5-V-Versorgung und einem Ziel-IFvon 10 mA: RS= (5 V - 2,9 V) / 0,01 A = 210 Ω. Ein 210-Ω- oder nächstgelegener Standardwert (220 Ω) Widerstand würde verwendet werden. Für bessere Stabilität und Effizienz, insbesondere in Automobilanwendungen, wird ein Konstantstrom-Treiber-IC empfohlen.

8.2 Design für Automobilumgebungen

8.3 Dimmtechniken

Die Helligkeit kann gesteuert werden über:

9. Häufig gestellte Fragen (FAQ)

9.1 Was ist der Unterschied zwischen Lichtstärke (mcd) und Lichtstrom (lm)?

Die Lichtstärke misst die Helligkeit in einer bestimmten Richtung (Candela), während der Lichtstrom das gesamte in alle Richtungen abgegebene sichtbare Licht misst (Lumen). Dieses LED-Datenblatt spezifiziert die Intensität, weil es sich um eine gerichtete Quelle mit einem definierten Abstrahlwinkel handelt. Der Lichtstrom kann geschätzt werden, ist aber nicht die primär spezifizierte Metrik für diesen Bauteiltyp.

9.2 Kann ich diese LED dauerhaft mit 20 mA betreiben?

Obwohl der absolute Maximalwert 20 mA beträgt, erfordert der Dauerbetrieb bei diesem Strom ein sorgfältiges thermisches Management, um sicherzustellen, dass die Sperrschichttemperatur 125 °C nicht überschreitet. Die Entlastungskurve muss basierend auf der tatsächlichen Lötpastentemperatur konsultiert werden. Für einen zuverlässigen Langzeitbetrieb wird empfohlen, mit oder nahe dem typischen Wert von 10 mA zu betreiben.

9.3 Wie interpretiere ich die Binning-Codes bei der Bestellung?

Sie müssen sowohl ein Lichtstärke-Bin (z. B. T1, T2) als auch einen Farb-Bin-Code angeben. Die genauen Farb-Bin-Codes und ihre entsprechenden CIE-Bereiche sind in den vollständigen Binning-Informationen definiert. Die Bestellung nur nach Artikelnummer kann ein Standard-Bin liefern; für konsistente Ergebnisse über Produktionschargen hinweg ist die explizite Angabe der erforderlichen Bins notwendig.

9.4 Ist ein Kühlkörper erforderlich?

Für Niedrigstrombetrieb (z. B. 10 mA) bei moderaten Umgebungstemperaturen ist der Wärmepfad durch die Leiterplatten-Pads oft ausreichend. Für höhere Ströme, hohe Umgebungstemperaturen oder wenn mehrere LEDs eng beieinander platziert sind, wirken sich thermische Durchkontaktierungen unter dem Pad oder eine vergrößerte Kupferfläche auf der Leiterplatte als effektiver Kühlkörper aus. In Extremfällen kann eine spezielle Metallkern-Leiterplatte erforderlich sein.

LED-Spezifikations-Terminologie

Vollständige Erklärung der LED-Technikbegriffe

Photoelektrische Leistung

Begriff Einheit/Darstellung Einfache Erklärung Warum wichtig
Lichtausbeute lm/W (Lumen pro Watt) Lichtausgang pro Watt Strom, höher bedeutet energieeffizienter. Bestimmt direkt den Energieeffizienzgrad und Stromkosten.
Lichtstrom lm (Lumen) Gesamtlicht, das von der Quelle emittiert wird, allgemein "Helligkeit" genannt. Bestimmt, ob das Licht hell genug ist.
Betrachtungswinkel ° (Grad), z.B. 120° Winkel, bei dem die Lichtintensität auf die Hälfte abfällt, bestimmt die Strahlbreite. Beeinflusst Beleuchtungsbereich und Gleichmäßigkeit.
Farbtemperatur K (Kelvin), z.B. 2700K/6500K Wärme/Kühle des Lichts, niedrigere Werte gelblich/warm, höhere weißlich/kühl. Bestimmt Beleuchtungsatmosphäre und geeignete Szenarien.
Farbwiedergabeindex Einheitenlos, 0–100 Fähigkeit, Objektfarben genau wiederzugeben, Ra≥80 ist gut. Beeinflusst Farbauthentizität, wird an anspruchsvollen Orten wie Einkaufszentren, Museen verwendet.
Farborttoleranz MacAdam-Ellipsenschritte, z.B. "5-Schritt" Metrik für Farbkonsistenz, kleinere Schritte bedeuten konsistentere Farbe. Sichert einheitliche Farbe über dieselbe Charge von LEDs.
Dominante Wellenlänge nm (Nanometer), z.B. 620nm (rot) Wellenlänge, die der Farbe farbiger LEDs entspricht. Bestimmt Farbton von roten, gelben, grünen monochromen LEDs.
Spektralverteilung Wellenlänge vs. Intensitätskurve Zeigt Intensitätsverteilung über Wellenlängen. Beeinflusst Farbwiedergabe und Farbqualität.

Elektrische Parameter

Begriff Symbol Einfache Erklärung Design-Überlegungen
Flussspannung Vf Mindestspannung zum Einschalten der LED, wie "Startschwelle". Treiberspannung muss ≥ Vf sein, Spannungen addieren sich für serielle LEDs.
Flussstrom If Stromwert für normalen LED-Betrieb. Normalerweise Konstantstromantrieb, Strom bestimmt Helligkeit & Lebensdauer.
Max. Pulsstrom Ifp Spitzenstrom, der für kurze Zeit erträglich ist, wird für Dimmen oder Blinken verwendet. Pulsbreite & Tastverhältnis müssen streng kontrolliert werden, um Schäden zu vermeiden.
Sperrspannung Vr Maximale Sperrspannung, die die LED aushalten kann, darüber kann es zum Durchbruch kommen. Schaltung muss verhindern, dass umgekehrte Verbindung oder Spannungsspitzen auftreten.
Wärmewiderstand Rth (°C/W) Widerstand gegen Wärmeübertragung vom Chip zum Lötpunkt, niedriger ist besser. Hoher Wärmewiderstand erfordert stärkere Wärmeableitung.
ESD-Immunität V (HBM), z.B. 1000V Fähigkeit, elektrostatische Entladung zu widerstehen, höher bedeutet weniger anfällig. In der Produktion sind antistatische Maßnahmen erforderlich, insbesondere für empfindliche LEDs.

Wärmemanagement & Zuverlässigkeit

Begriff Schlüsselmetrik Einfache Erklärung Auswirkung
Sperrschichttemperatur Tj (°C) Tatsächliche Betriebstemperatur im LED-Chip. Jede Reduzierung um 10°C kann die Lebensdauer verdoppeln; zu hoch verursacht Lichtabfall, Farbverschiebung.
Lichtstromrückgang L70 / L80 (Stunden) Zeit, bis die Helligkeit auf 70% oder 80% des Anfangswerts sinkt. Definiert direkt die "Nutzungsdauer" der LED.
Lichtstromerhaltung % (z.B. 70%) Prozentsatz der nach Zeit verbleibenden Helligkeit. Gibt die Fähigkeit an, die Helligkeit über die langfristige Nutzung zu erhalten.
Farbverschiebung Δu′v′ oder MacAdam-Ellipse Grad der Farbänderung während der Verwendung. Beeinflusst die Farbkonsistenz in Beleuchtungsszenen.
Thermisches Altern Materialabbau Verschlechterung aufgrund langfristig hoher Temperatur. Kann zu Helligkeitsabfall, Farbänderung oder Leiterunterbrechung führen.

Verpackung & Materialien

Begriff Gängige Typen Einfache Erklärung Merkmale & Anwendungen
Gehäusetyp EMC, PPA, Keramik Chip schützendes Gehäusematerial, bietet optische/thermische Schnittstelle. EMC: gute Wärmebeständigkeit, niedrige Kosten; Keramik: bessere Wärmeableitung, längere Lebensdauer.
Chip-Struktur Front, Flip-Chip Chip-Elektrodenanordnung. Flip-Chip: bessere Wärmeableitung, höhere Effizienz, für Hochleistung.
Phosphorbeschichtung YAG, Silikat, Nitrid Bedeckt den blauen Chip, wandelt einen Teil in gelb/rot um, mischt zu weiß. Verschiedene Phosphore beeinflussen Effizienz, CCT und CRI.
Linse/Optik Flach, Mikrolinse, TIR Optische Struktur auf der Oberfläche, die die Lichtverteilung steuert. Bestimmt den Betrachtungswinkel und die Lichtverteilungskurve.

Qualitätskontrolle & Binning

Begriff Binning-Inhalt Einfache Erklärung Zweck
Lichtstrom-Bin Code z.B. 2G, 2H Nach Helligkeit gruppiert, jede Gruppe hat Mindest-/Maximal-Lumenwerte. Sichert einheitliche Helligkeit in derselben Charge.
Spannungs-Bin Code z.B. 6W, 6X Nach Flussspannungsbereich gruppiert. Erleichtert Treiberabgleich, verbessert Systemeffizienz.
Farb-Bin 5-Schritt MacAdam-Ellipse Nach Farbkoordinaten gruppiert, sichert engen Bereich. Garantiert Farbkonsistenz, vermeidet ungleichmäßige Farbe innerhalb der Leuchte.
CCT-Bin 2700K, 3000K usw. Nach CCT gruppiert, jede hat entsprechenden Koordinatenbereich. Erfüllt verschiedene Szenario-CCT-Anforderungen.

Prüfung & Zertifizierung

Begriff Standard/Test Einfache Erklärung Bedeutung
LM-80 Lichtstromerhaltungstest Langzeitbeleuchtung bei konstanter Temperatur, Aufzeichnung von Helligkeitsabfall. Wird zur Schätzung der LED-Lebensdauer (mit TM-21) verwendet.
TM-21 Lebensdauerschätzstandard Schätzt Lebensdauer unter tatsächlichen Bedingungen basierend auf LM-80-Daten. Bietet wissenschaftliche Lebensdauervorhersage.
IESNA Beleuchtungstechnische Gesellschaft Deckt optische, elektrische, thermische Testmethoden ab. Industrieanerkannte Testbasis.
RoHS / REACH Umweltzertifizierung Stellt sicher, dass keine schädlichen Substanzen (Blei, Quecksilber) enthalten sind. Marktzugangsvoraussetzung international.
ENERGY STAR / DLC Energieeffizienzzertifizierung Energieeffizienz- und Leistungszertifizierung für Beleuchtungsprodukte. Wird in staatlichen Beschaffungen, Subventionsprogrammen verwendet, steigert Wettbewerbsfähigkeit.